Ansegeln 2026: Von Heiligenhafen durch die Lübecker Bucht und nach Fehmarn und zurück

25.04.-01.5.2026

Sonne, Wind, ein paar Flautentage und unvergessliche Begegnungen mit Meeressäugern: Unser diesjähriges Ansegeln der Teuto Yachting Crew auf der Ostsee hatte wieder alles zu bieten, was das Seglerherz begehrt. Von gemütlichen Landgängen bis hin zu perfekten Am-Wind-Kursen – hier ist unser Logbuch-Rückblick!

Samstag, 25.04.26: Heiligenhafen (Hafentag)

Windstärke 6 begrüßte uns gleich zu Beginn. Da der Wind etwas zu kräftig blies, entschieden wir uns vernünftigerweise, im Hafen zu bleiben. Die im letzten Herbst beim Absegeln in Kroatien gegründete Wandergruppe von Teuto Yachting ergriff direkt die Initiative: Gemeinsam machten wir einen wunderschönen Spaziergang zur Seebrücke, am Strand entlang zum Aussichtsturm nach Graswarder und relativ windgeschützt an der Innenseite wieder zurück. Ein gelungener Auftakt!

Sonntag, 26.04.26: Heiligenhafen → Burgtiefe

Kühlungsborn, Grömitz … Pläne sind schlussendlich dafür da, umgeworfen zu werden!
Anfangs war vor allem „Stehsegeln“ angesagt. Der Verklicker zeigte die meiste Aktivität und drehte sich munter um sich selbst – also hieß es erst einmal: Motor an. Doch siehe da: Plötzlich frischte der Wind auf und wir konnten unter der Fehmarnsundbrücke segeln.
Obwohl der Ankunftshafen Burgtiefe da bereits beschlossen war, ging es ab jetzt immer besser voran und reines Spaßsegeln war angesagt. In der Spitze erreichten wir stolze 5 Knoten Fahrt und machten um 15:35 Uhr fest. Was für ein wunderschöner Segeltag!
13,5 sm

Montag, 27.04.26: Burgtiefe → Kühlungsborn

Ab der Ansteuerungstonne Burgtiefe segelten wir auf Vorwindkurs Richtung Kühlungsborn. Ein Kurs von 127 Grad war vorgegeben und ließ sich trotz der schwachen Windverhältnisse erstaunlich gut halten.
Als Rudergänger blickt man auf das weite Meer – und der leicht frustrierte Blick verrät einem manchmal, dass man gefühlt noch nicht von der Stelle gekommen ist. Unsere Spitze lag bei 2,5 Knoten. Bis 12:00 Uhr hielten wir durch, ehe der Motor den Dienst übernahm. Gegen 16:00 Uhr machten wir schließlich im Hafen von Kühlungsborn fest.
3 sm unter Segel | 20 sm unter Motor

Dienstag, 28.04.26: Kühlungsborn → Boltenhagen

Der Wind meinte es morgens gar nicht so schlecht mit uns. In der Spitze segelten wir 3,5 Knoten – leider nur ein kurzes Aufblitzen von Geschwindigkeit. Bis 14:00 Uhr genossen wir aber immerhin einen wunderschönen Halbwindkurs.
Das absolute Highlight des Tages: Eine Gruppe von Schweinswalen tauchte plötzlich auf und spielte rund um unser Boot! Jedes Mal, wenn einer der Wale auftauchte, hörte man ein lustiges, schnaufendes „Phhh“. Es war so wunderschön, dass wir darüber fast die Zeit vergaßen. Die restliche Strecke legten wir unter Motor zurück, ehe wir im Hafen von Boltenhagen festmachten.
9 sm unter Segel | 14 sm unter Motor

Mittwoch, 29.04.26: Boltenhagen → Grömitz

Mit so einem Traumtag hatten wir gar nicht gerechnet! Sonne und Wind – Seglerherz, was willst du mehr?
Nach dem Auslaufen in Boltenhagen durfte ich (Ulrike) mich an meinem selbst definierten „Förderschwerpunkt“ versuchen: Rückwärtsfahren unter Motor! Vor der Hafeneinfahrt ging es erst einmal rückwärts geradeaus und am Ende des Fahrwassers wurde die Tonne 13 rückwärts umkreist – natürlich einmal links- und einmal rechtsdrehend.
Danach wurden die Segel gesetzt: Bei gerade einmal 2 Knoten Wind machten wir erstaunliche 4 Knoten Fahrt. Die heutige Spitzengeschwindigkeit lag sogar bei 5,4 Knoten.
24 sm

Donnerstag, 30.04.26: Grömitz → Orth (Fehmarn)

In Grömitz frühstückten wir bei herrlichem Sonnenschein und schauten gemütlich zu, wie die anderen Yachten ablegten. Bis zur Untiefentonne „Schwarzer Grund“ motorten wir, da schlichtweg kein Wind wehte.
Doch kurz nach dem Kurswechsel Richtung Fehmarn (6 Grad lagen an) kam endlich Wind auf! Segel gehisst und ab ging die Fahrt: Bei Windstärke 4 ging es auf einem wunderschönen Am-Wind-Kurs dahin. In der Spitze erreichten wir sogar 6,4 Knoten! Nach dem Passieren der Fehmarnsundbrücke genossen wir noch Kaffee und Kuchen an Bord bei gemütlichen 3 Windstärken, bevor wir Kurs auf Orth nahmen.
30 sm

Freitag, 01.05.26: Orth → Heiligenhafen

Bei spiegelglatter See motorten wir das letzte kurze Stück von Orth zurück nach Heiligenhafen.
An der Tankstelle trafen wir dann noch auf die „Zweitbesetzung von Büttenwarder“:
„Steckst du den Rüssel rein?“
„Wenn du das sagst, klingt das so nach Arbeit … Ist ja nur kurz.“

7 sm unter Motor

Ein rundum gelungener Törn ging damit zu Ende. Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste gemeinsame Abenteuer auf dem Wasser!