Ostsee 2006 – unser Sommermärchen

 

Freitag 7.7. 

Um 20:00 Uhr übernehmen wir die „Jule“ in Heiligenhafen Ortmühle, eine Marieholm 26. Das ist nun unser fünfter Törn mit diesem Bootstyp. Die Jule chartern wir zum zweiten Mal.  Wir waren auch schon mit Jytte, Janne und Jelka unterwegs. Trotz ihrer 25 Jahre Jahre ist die Jule gut in Schuss. Da die Segeleigen­schaften sehr gut sind macht es immer wieder Spaß mit diesem Boot zu fahren.

Samstag 8.7. und Sonntag 9.7.: Heiligenhafen - Fehmarn

Unser erstes Ziel ist Burgtiefe auf Fehmarn. Dort soll es Public Viewing geben. Auch wir sind dem Fußballwahn erlegen und wollen unbedingt die beiden Finalspiele sehen. Das Superwetter, die Vorfreude auf die Spiele und die Urlaubslaune machen unglaublich gute Stimmung. So lassen wir es uns rundum gut gehen mit Strand, Bier, Buletten und Fußball. (da meistens nur ich Fotos mache, gibt’s auch meistens nur Fotos  von Jens zu sehen. Anm. Sabine)

Montag 9.7. bis Donnerstag 13.07.: Fehmarn - Rødvig

       

Fußball ist vorbei und nun geht’s endlich los. Doch Segeln ist noch nicht so richtig angesagt. Das Wetter ist zwar wunderschön - doch leider ohne Wind. Also fahren wir erst bis Gedser, dann bis Hesnæs vorwiegend unter Motor. Der Mittwoch ist windmäßig etwas besser. Somit sind wir nicht ganz so frustriert, dass wir am Donnerstag von Klintholm nach Rødvig wieder viel motoren müssen.

Segeln ist zwar die Hauptsache, aber trotzdem nicht alles bei einem Segelurlaub. „Gutgehen“ ist weiterhin unser Motto. Also fahren wir früh in die Häfen und machen es uns dort schön. Baden, in der Sonne liegen, Fotografieren, Lesen, Grillen am Strand (wir sind begeistert vom Einmalgrill, den man übrigens auch gut zweimal benutzen kann).

                                           

      Experimente mit der Lomo   Jens vor dem Hafenmeisterhaus                        Tuborg am Strand

 Freitag, 14.07.: Rødvig - Brøndby

Über zuwenig Wind können wir uns heute nicht beschweren. Es bläst mit 4 – 5 bft. (Böen bis 6 bft.) von NNW - also gegenan.

Somit ist eine Fahrt direkt nach Kopenhagen nicht mehr drin, die Strömung im Sund wäre auch zu stark. Jens freut sich - endlich wird’s sportlich.

Die letzten drei Seemeilen vor dem Hafen sind wir aber genervt. Wind und Welle sind so stark, dass wir unter Motor nicht vorwärts kommen. Also kreuzen wir mit Motorunterstützung, was das Vorwärtskommen etwas verbessert aber auch die Gefahr erhöht, in eines der übaueraus zahlreichen und kaum sichtbaren Stellnetze zu geraten. Wir brauchen noch fast 1 ½ Stunden, bis wir endlich in Brøndby ankommen.

  

Samstag, 15.07.: Kopenhagen

Brøndby ist ein netter Hafen. Wir sind die einzigen Gäste. Die meisten zieht es wohl eher in den 2 sm entfernten größeren Hafen von Ishøy.

Der Hafenmeister hisst für uns sogar die Deutschlandflagge.

             

          

Heute ist natürlich Sightseeing in Kopenhagen angesagt. Mit der Regionalbahn sind wir fix da. Und auch das Wetter ist noch immer traumhaft gut. Kopenhagen ist wirklich eine schöne Stadt. Besonders gut gefällt uns die Bootstour durch die Kanäle.

Sonntag, 16.07. bis Freitag, 21.07.

Ab heute geht’s wieder zurück. Alle Überlegungen irgendwelche Schlenker in die dänische Inselwelt zu machen oder den Guldborgsund zu fahren werden verworfen, denn der Wind hat wieder auf S gedreht. So beschließen wir, die gleiche Strecke ohne Hektik wieder zurückzufahren.

                   Kreidefelsen von Møn

Zum Glück hat der Wind zugelegt, so dass wir die Rückfahrt vorwiegend unter Segeln machen können und wir auch noch sehr schöne Segeltage haben. Am Montag haben wir erstmals mehr Segelmeilen als Meilen unter Motor. Und am Dienstag schaffen wir eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 4,3 sm und eine Höchstgeschwindigkeit von 6,2 sm. Sehr zufrieden kommen wir wieder in Orthmühle an. Wirklich ein wunderbarer Törn.

Eure Sabine